FAQs
Was tun, wenn das neue ERP-System nicht funktioniert wie versprochen?
Zuerst die Ursache sauber trennen: Liegt das Problem in der Konfiguration, in den Prozessen, in den Daten, in den Rollen oder in technischen Mängeln? Danach folgt eine Priorisierung, damit zuerst die Punkte gelöst werden, die den Alltag blockieren. In vielen Fällen funktioniert das System als Ganzes, und einzelne Stellen müssen korrigiert werden.
Warum entstehen Workarounds nach einem IT-Projekt?
Weil Systemlogik und reale Arbeitsweise nach dem Go-live oft schlecht zusammenpassen. Häufig wurden Anforderungen zu vage formuliert, Prozesse offen gelassen oder Mitarbeitende zu wenig eingebunden. Dann füllen Teams die Lücken selbst, meist mit Excel, Doppelarbeit oder manuellen Umwegen. Der Workaround ist fast immer ein Symptom.
Muss das System ersetzt werden, oder lässt es sich stabilisieren?
Das lässt sich erst nach einer Ursachenanalyse seriös beurteilen. In vielen Fällen genügt eine gezielte Nachbesserung, ein kompletter Neustart ist die Ausnahme. Vor einem Entscheid über Ersatz sollte feststehen, ob eine Stabilisierung mit vertretbarem Aufwand möglich ist.
Was unterscheidet ein technisches Problem von einem Prozessproblem?
Ein technisches Problem liegt vor, wenn das System etwas können sollte und es fehlerhaft, instabil oder gar nicht ausführt. Ein Prozessproblem liegt vor, wenn Rollen, Abläufe, Entscheide oder Datenflüsse ungeregelt sind und das System deshalb falsch oder unvollständig genutzt wird. In der Praxis hängt beides oft zusammen.
Was tun Sie, wenn die Ursachen in den Abläufen liegen?
Dann klären wir Abläufe, Rollen und Entscheidungswege genauso wie die technischen Punkte. Sonst wird das System weiter für Probleme verantwortlich gemacht, die an anderer Stelle entstehen.