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Überblick

Die Bewertung beginnt beim Geschäftsproblem und arbeitet sich zur Technologie vor: Welcher Prozess ist betroffen, was soll messbar besser werden, welche Daten sind vorhanden, welche Lösungsoptionen gibt es? Erst danach stellt sich die Frage, ob KI dafür das passende Werkzeug ist. Häufig ist die beste Lösung eine Kombination aus besseren Daten, einer Schnittstelle, festen Regeln und KI für den Teil, der Sprachverständnis braucht.

Für wen

  • Geschäftsleitungen, die mehrere KI-Ideen auf dem Tisch haben und entscheiden müssen, wo sie investieren
  • Unternehmen mit einem erfolgreichen Pilot, bei dem offen ist, ob er sich im Betrieb rechnet
  • Fachbereiche, die für ein KI-Vorhaben Budget beantragen und den Nutzen belegen müssen
  • Organisationen, denen Anbieter neue KI-Funktionen anbieten und die eine neutrale Einschätzung brauchen

Ablauf

  • Ideen sammeln: Bestehende KI-Ideen, Anliegen aus den Fachbereichen und Angebote von Anbietern zusammentragen
  • Geschäftsproblem klären: Je Idee den Prozess, den heutigen Aufwand und die gewünschte Verbesserung festhalten
  • Bewerten: Nutzen, Machbarkeit, Datenlage, Risiken und Gesamtkosten nach einheitlichen Kriterien prüfen
  • Priorisieren: Use Cases nach Wirkung und Aufwand ordnen und die nächsten Schritte festlegen

Ergebnisse

  • Priorisierte Liste der Use Cases mit Einschätzung zu Nutzen, Kosten und Risiken
  • Je Use Case eine Messgrösse, an der sich der Erfolg später überprüfen lässt
  • Empfehlung je Use Case: umsetzen, als Pilot testen, zurückstellen oder mit einfacheren Mitteln lösen
  • Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsleitung, unabhängig von Anbieterinteressen

FAQs

Was unterscheidet einen KI-Use-Case von einer KI-Idee?

Ein Use Case beschreibt ein konkretes Geschäftsproblem, den betroffenen Prozess, die gewünschte Verbesserung und eine Messgrösse. «Wir wollen KI einsetzen» beschreibt eine Technologieentscheidung. Ein einfacher Test: Bleibt das Vorhaben überzeugend, wenn man das Wort KI aus dem Antrag streicht?

Nach welchen Kriterien bewerten Sie KI-Use-Cases?

Alle Use Cases durchlaufen dieselben sieben Fragen. So werden sie vergleichbar, auch wenn sie aus unterschiedlichen Fachbereichen kommen. Geschäftsnutzen: Was kostet das Problem heute an Zeit, Geld, Qualität oder Risiko? Messbarkeit: Woran zeigt sich nach sechs oder zwölf Monaten, dass sich die Investition gelohnt hat? Datenlage: Sind die nötigen Daten vorhanden, zugänglich und zuverlässig? Machbarkeit: Wie lässt sich die Lösung in Prozess und Systemlandschaft integrieren? Betrieb: Wer verantwortet Prozess und Lösung nach dem Pilot, und wer merkt, wenn die KI falsch liegt? Gesamtkosten: Was kosten Integration, Nutzung, Betrieb und Weiterentwicklung? Alternativen: Welche einfacheren Lösungen wurden geprüft?

Unser Pilot funktioniert. Reicht das für den Entscheid?

Ein Pilot zeigt, dass die Technologie die Aufgabe grundsätzlich lösen kann. Für den Betrieb kommen weitere Fragen hinzu: Datenqualität, Integration in den Prozess, Fehlererkennung, Zuständigkeiten und laufende Kosten. Gartner berichtet, dass bis Ende 2025 mindestens die Hälfte der Projekte mit generativer KI nach dem Proof of Concept aufgegeben wurde.

Was, wenn sich zeigt, dass wir gar keine KI brauchen?

Dann ist das ein gutes Ergebnis. Oft lösen bessere Stammdaten, eine Schnittstelle oder eine Funktion der bestehenden Software das Problem günstiger. Wir bewerten Lösungen unabhängig davon, ob am Ende KI steht.

Wie unabhängig ist die Bewertung?

Digizone ist an keinen KI-Anbieter gebunden. Wir bewerten Use Cases nach Nutzen, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit, unabhängig davon, wer die Lösung später liefert.