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Herausforderung

  • Workarounds überall — Excel statt System, Doppelerfassungen, Medienbrüche
  • Mehrkosten durch endlose Change Requests
  • Fachbereich frustriert, IT und Fach zeigen aufeinander
  • Die Investition wirkt verloren — aber ein Neustart wäre noch teurer

Ursache

  • Anforderungen wurden vor der Einführung nicht sauber erhoben
  • System wurde auf die Prozesse des Anbieters angepasst, nicht auf die des Unternehmens
  • Fachbereich war bei der Einführung nicht ausreichend eingebunden
  • Schulung und Change Management wurden vernachlässigt

Was wir tun

  • System-Check: Ursache finden, nicht Symptome behandeln
  • Massnahmenplan: Was muss zuerst, was kann warten
  • Umsetzung begleiten: Mit Fachbereich und IT gemeinsam
  • Schulung und Change Management: Mitarbeitende abholen und befähigen

Ergebnisse

  • Workarounds werden eliminiert
  • Mitarbeitende nutzen das System im Alltag
  • Die Investition wird gerettet
  • Team erkennt Optimierungsbedarf selbständig

FAQs

Was tun, wenn das neue ERP-System nicht funktioniert wie versprochen?

Nicht sofort alles neu aufsetzen. Zuerst muss die Ursache sauber getrennt werden: Liegt das Problem in der Konfiguration, in den Prozessen, in den Daten, in den Rollen oder in technischen Mängeln? Danach braucht es eine Priorisierung, damit zuerst die Punkte gelöst werden, die den Alltag wirklich blockieren. In vielen Fällen ist nicht das System als Ganzes das Problem.

Warum entstehen Workarounds nach einem IT-Projekt?

Weil Systemlogik und reale Arbeitsweise nach dem Go-Live oft nicht sauber zusammenpassen. Häufig wurden Anforderungen zu vage formuliert, Prozesse nicht wirklich geklärt oder Mitarbeitende zu wenig eingebunden. Dann füllen Teams die Lücken selbst – meist mit Excel, Doppelarbeit oder manuellen Umwegen. Der Workaround ist selten die Ursache, sondern fast immer das Symptom.

Muss das System ersetzt werden oder lässt es sich sinnvoll stabilisieren?

Das lässt sich erst nach einer sauberen Ursachenanalyse seriös beurteilen. In vielen Fällen genügt gezielte Nachbesserung – ein kompletter Neustart ist eher die Ausnahme als die Regel. Bevor über Ersatz entschieden wird, sollte feststehen, ob mit vertretbarem Aufwand Stabilisierung und spürbare Verbesserung möglich sind.

Was ist der Unterschied zwischen einem technischen Problem und einem Prozess-Problem?

Ein technisches Problem liegt vor, wenn das System etwas eigentlich können sollte, es aber fehlerhaft, instabil oder gar nicht funktioniert. Ein Prozess-Problem liegt vor, wenn Rollen, Abläufe, Entscheidungen oder Datenflüsse nicht sauber definiert sind und das System deshalb falsch oder unvollständig genutzt wird. In der Praxis hängt beides oft zusammen – weshalb es selten reicht, nur auf die Technik oder nur auf den Fachbereich zu zeigen.

Was tun Sie, wenn die Ursachen nicht nur im System, sondern in den Abläufen liegen?

Dann behandeln wir nicht nur die Symptome in der Software. Wenn Abläufe, Rollen oder Entscheidungswege die eigentliche Ursache sind, müssen diese genauso geklärt werden wie technische Punkte. Sonst wird das System weiter für Probleme verantwortlich gemacht, die in Wirklichkeit anderswo entstehen.